Liquidität sichern: Warum offene Forderungen oft unterschätzt werden
Unabhängig von Branche und Unternehmensgröße gilt:
Erst wenn eine Rechnung bezahlt wurde, steht der erwirtschaftete Umsatz tatsächlich für das Unternehmen zur Verfügung.
Liquidität ist das Fundament eines gesunden Unternehmens. Rechnungen können noch so gut geschrieben sein – solange sie nicht bezahlt werden, steht das Geld dem Unternehmen nicht zur Verfügung. Gerade kleine und mittelständische Betriebe unterschätzen oft, welche Auswirkungen offene Forderungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb haben können.
Offene Forderungen sind gebundenes Kapital
Jede unbezahlte Rechnung bedeutet, dass bereits erbrachte Leistungen oder gelieferte Waren noch nicht finanziell abgegolten wurden. Während Personal-, Material- oder Betriebskosten bereits bezahlt werden müssen, bleibt der entsprechende Cashflow zunächst aus. Dadurch entsteht gebundenes Kapital, das an anderer Stelle im Unternehmen fehlt.
Besonders problematisch wird dies, wenn sich mehrere offene Forderungen gleichzeitig ansammeln. Was zunächst nach kleinen Einzelbeträgen aussieht, kann in Summe die Liquidität erheblich beeinträchtigen.
Offene Forderungen sind gebundene Arbeitszeit
Offene Forderungen binden nicht nur Kapital, sondern auch wertvolle Arbeitszeit. Jede unbezahlte Rechnung verursacht zusätzlichen Aufwand: Zahlungseingänge müssen kontrolliert, Mahnungen erstellt, Telefonate geführt und Rückfragen beantwortet werden. Diese administrativen Tätigkeiten nehmen oft mehr Zeit in Anspruch, als zunächst angenommen wird – Zeit, die an anderer Stelle im Unternehmen produktiver eingesetzt werden könnte. Besonders in kleinen und mittelständischen Betrieben übernehmen diese Aufgaben häufig Mitarbeitende aus der Buchhaltung oder Geschäftsführung, wodurch Ressourcen für das Kerngeschäft verloren gehen. Ein professionelles Forderungsmanagement entlastet Unternehmen von diesen zeitintensiven Aufgaben und schafft Freiräume, damit sich die Mitarbeitenden wieder auf ihre eigentlichen Tätigkeiten konzentrieren können.
Die Folgen werden oft erst spät sichtbar
Offenen Rechnungen wird erst dann Beachtung geschenkt, wenn die Auswirkungen bereits spürbar sind. Dies betrifft vorallem Kleinforderungen, in denen der Mahnaufwand in völligem Missverhältnis zur Forderungshöhe steht.
Dennoch gilt: Je länger eine Forderung offen bleibt, desto geringer die Wahrscheinlichkeit einer raschen Zahlung, wie in unserem BLOG-Beitrag 72 Stunden beschrieben.
Professionelles Forderungsmanagement entlastet Unternehmen
Ein strukturiertes Forderungsmanagement sorgt dafür, dass offene Rechnungen konsequent, professionell und vorallem frühzeitig bearbeitet werden. Bereits im außergerichtlichen Bereich können viele Forderungen durch eine zielgerichtete Kommunikation erfolgreich und kosteneffizient eingebracht werden.